Vorstandssitzung SPD AfB Oberpfalz

Veröffentlicht am 22.05.2012 in Presse

Die Arbeitsgemeinschaft für Bildungsfragen in der SPD Oberpfalz traf sich am 27. 4. in Kümmersbruck im Gasthaus zur Blauen Traube.

Berichte aus den Kreisen:
Man besprach zunächst die Reaktionen auf die Bildungsdialoge, welche die SPD-Fraktion des Landtags in den letzten Wochen in den Unterbezirken durchgeführt hat. Dabei wurde das Modell der Gemeinschaftsschule vorgestellt und diskutiert. Eine Erkenntnis daraus ist die Einsicht, dass diese Schulform das Hauptschulsterben auf dem flachen Land, das ja längst begonnen hat, zum Stillstand bringen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Erkenntnisse der neueren Gehirnforschung, was Lernen betrifft, in dieser Schulform verwirklicht werden. Am Ende der 10. Klasse sind diverse Abschlüsse bis zur Realschulprüfung möglich. Durch längeres gemeinsames Lernen erübrigt sich auch der Noten- und Prüfungsstress, der die Grundschule schon für viele Kinder und Eltern zum Schreckgespenst werden ließ. Wichtig für das Gelingen dieser Schulform ist aber eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller an Erziehung und Bildung beteiligten Berufe. Diese Zusammenarbeit erfordert auch eine praxisbezogenere Lehrerausbildung und Weiterbildungsmöglichkeiten für die im Beruf stehenden Lehrkräfte.

Bericht AfB Bundestagung in Berlin 21.4.12
Brigitte Bachmann (Birgland) und Norbert Freundorfer (Weiden) berichteten von der AfB-Tagung in Berlin, die dem Thema „Inklusion” gewidmet war. Von der EU gesetzlich vorgegeben ist Inklusion eine weitere Herausforderung, die auf alle Schulen zukommt. „Inklusion” bedeutet, dass alle Kinder in den „normalen” Schulen unterrichtet werden, behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam lernen. Bildungswissenschaftler haben schon ideale Konzepte erarbeitet, die aber alle nur funktionieren, wenn das entsprechende Personal an den Schulen auch zur Verfügung steht. Das ist auch in den meisten „Vorzeige-Inklusionsschulen” nur für einen begrenzten Zeitraum der Fall. Es kann auch nicht sein, wie einige durchaus befürchten, dass in Bayern aus dem jetzigen eigentlich 4-gliedrigen Schulsystem, nämlich Förderschulen – Hauptschulen – Realschulen – Gymnasien, ein 3-gliedriges gemacht wird: Hauptschule und Förderschule = Inklusionsschule. Damit würde Inklusion in Bayern zum Sparmodell. Bessere Bildung für alle Kinder ist nicht zum Nulltarif zu haben.
Das dafür nötige Geld soll auch zum Teil vom Bund, der so gern von der Bildungsrepublik redet, zur Verfügung gestellt werden können. Dazu ist es erforderlich, dass das Kooperationsverbot die Bildung betreffend aufgehoben wird. Weiter fordert die AfB, dass das Kopieren aus elektronischen Medien dem aus schriftlichen Medien gleichgestellt wird.

Arbeitsgruppen AfB Bayern
Zum Schluss der Sitzung stellte Ursula Fuchs die Arbeitsgruppen vor, die sich in der AfB Bayern seit ihrer Gründung gebildet haben: Frühkindliche Bildung - Gemeinschaftsschule - Bildungssystem – Erwachsenenbildung – Hochschule – Inklusion/Integration – Lehrerbildung. Eine Mitarbeit ist für Interessierte jederzeit möglich, Anmeldung bei: mcwinter@ymail.com

Ursula Fuchs
AfB Oberpfalz

 

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